Die Geschichte von Daniel Freitag könnte man wohl als die eines Rastlosen bezeichnen. Zumindest hat der junge Sänger bereits einen beachtlichen Weg hinter sich. Mit seiner ersten Band aus der ostwestfälischen Provinz hin ins Berliner Tempodrom, von dort als Komponist in die Theater der Welt und wieder zurück zu seinen Wurzeln als Songwriter und Produzent.

Das Rüstzeug zum Musiker und Produzenten hat sich Daniel Freitag selbst angeeignet. Noch in der Schulzeit richtete er sich im heimischen Keller ein erstes Studio ein, erlernte jedes Instrument, das ihm in die Finger kam und begann so seinen eigenen Sound zu finden. Nach dem Studium der Musikwissenschaft fand Freitag durch Zufall ans Theater. Genauer an die Berliner Schaubühne, wo er sich bei Regisseuren wie Thomas Ostermeier oder Ivo van Hove für die Musik ihrer Produktionen verantwortlich zeichnete und mit ihnen die Theaterbühnen dieser Welt bereiste. Er sang mit Sandra Hüller („Toni Erdmann“) in München, probte mit Juliette Binoche in London und musste sich überlegen, wie man eine Szene musikalisch gestaltet, in der sich Schauspielerstar Lars Eidinger Würstchen in den Allerwertesten schiebt. Darüber hinaus arbeitete er am neuen Album von Johanna Borchert (Jazz-Echo 2015) mit und schreibt Musik für Film-Regisseure wie Vincent Dieutre („Jaurès“) und Kirill Serebrennikov („Der Student“). Mit seinem Debut-Album „Still“ begibt sich Freitag nun erstmals als Solo-Künstler ins Rampenlicht.